Hotel Fürst zu Stolberg
Das "Heinrich Heine" in Schierke war ein Luxushotel im Sperrgebiet - Exklusivität an der innerdeutschen Grenze
Blaues Wunder aus der Niederlausitz
Schaufelradbagger - ein Stahlkoloss der anderen Art - 50 Meter hoch und 171 Meter lang
FDGB Erholungsheim Herbert Warnke
Ein Hotel das nach der Wende seine DDR Vergangenheit nicht verlor und mit seinem Charme glänzte.

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Stille Zeitzeugen - Dokumente

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Lost Places

Stille Zeugen der Vergangenheit

Wer den Durst der Gegenwart löschen will, muss aus dem Brunnen der Vergangenheit trinken.

"Lost Places"

Eine Welt voller Abenteuer vergessener Bauwerke und Ruinen, welche ihr Schweigen in Fotos hüllen. Lass Dich beeindrucken von den zum Teil denkmalgeschützten Bauwerken, die der gewaltbereiten und sinnlosen Zerstörung ausgesetzt sind.

"Underground"

Gewaltigen Anlagen aus unterschiedlichen Gründen prägen diese einzigartige Welt des Militärs, der Industrie oder sie sind einfach nur eine Versorgungseinrichtung. Wir finden sie überall, nur bleiben sie meist verborgen im Untergrund.

"Zeitgeschichte"

Dokumente sind stille Zeitzeugen eines Bauwerkes. Sie stellen einen Träger an Informationen zur Geschichte und den Hintergründen der jeweiligen Objekte dar und liefern somit historische Eindrücke in Form von verschiedene Schriftstücken.

Excelsiorbunker

Zivilschutzanlage (MZA) Excelsior-Gebäude

Gegenüber des Anhalter Bahnhofs befand sich von 1913 bis 1954 das „Excelsior". Mit 600 Zimmern, einem unterirdischen Heilbad, einer Bibliothek und Tunnelverbindungen zu den Bahnsteigen war das Excelsior das grösste seiner Zeit in Europa und eines der prunkvollsten Hotels. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, fiel das Hotel nach dem Krieg Brandstiftung zum Opfer. 1954 wurde der ehemalige Prachtbau endgültig abgerissen. Der sogenannte Excelsiortunnel wurde erst Mitte der 1980er Jahre im Zuge von Straßenbauarbeiten abgetragen. 1986 - 1972 lies die Firma Excelsior Tankstellen GmBH & Co KG den heutigen Gebäudekomplex zur Stresemannstrasse hin errichten. In Ihnen sind 500 Appartement-Wohnungen neben Geschäfts- und Gewerberäumen untergebracht. Die damalige Geschäftsführung der Excelsior GmBH entschied sich, aufgrund der weltpoltischen Lage, aus privaten Mittel nach den damaligen Zivilverteidigungsrichtlinien eine Zivilschutzanlage zu errichten.

Die Gesamtbaukosten sollten durch steuerliche Vergünstigungen minimiert werden. Leider sah die Praxis anders aus und die Excelsior GmbH konnte das Bauprojekt finanziell nicht mehr aufrechterhalten. Der Senat von Berlin war nun gezwungen die Vollendung des Bunkers vorzunehmen. Bunker die nachdem Zweiten Krieg errichtet werden dürfen nicht allein dem zivilen Personenschutz dienen, deshalb spricht man hier von einer (MZA) Mehrzweckanlage. Mehrzweckanlagen (MZA) in Berlin wurden für den Nichtbelegungsfall als Großgaragenkomplexe (Ku-damm-Karree, Excelsiorhaus) oder auch als U-Bahnhöfe (Siemensdamm, Pankstraße) errichtet. Der Schwerpunkt bei diesen Anlagen liegt im Trümmer- und Strahlenschutz.

Das Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) entschied sich nachdem Ende des Kalten Krieges die Anlagen 2010 für den Zivilschutz zu entwidmen. Die Wartung und Instandhaltung der Anlagen wurde bereits 2007 eingestellt. Die Anlage wurde 2017 zurückgebaut.

Der Bunker

Der Bunker wurde 1973 bis 1975 erbaut. Auf zwei Ebenen können bis zu 3100 Personen 14 Tage lang Schutz finden. Die Nutzfläche des Bauwerkes beträgt ca. 3000 m². Die obere Ebene ist als Schleusen-, Technik- und Versorgungsbereich ausgebaut. In der unteren Ebene befinden sich die Materiallager und die Aufenthaltsräume, welche im Nichtbelegungsfall als Parkhaus dienen. Im Ereignisfall würden die Schotts zum Schutz vor Schall- und Druckeinwirkungen, sowie Gasschutztore geschlossen werden. Das große Hauptschott hält einer Druckbelastung von 1000 kg/m² stand. Über eine im gesamten Bauwerk installierte Lautsprecheranlage können Informationen zur aktuellen Lage von der Bauwerksleitung an die Insassen weiter gegeben werden.


Technische Daten

Untergeschoss

  • Länge 1 64,20 m
  • Breite 1 32,00 m
  • Länge 2 53,90 m
  • Breite 2 39,40 m
  • Raumhöhe 3,10 m
  • Zwischendecke 0,30 m
  • Bodenplatte 0,40 m

Raumaufteilung

  • 3 Schutzräume a´1030 Personen
  • 3 Lagerräume

Erdgeschoss

  • Länge 33,10 m
  • Breite 27,30 m
  • Höhe 04,40 m
  • Raumhöhe 3,10 m
  • Zerschellschicht 1,00 m
  • Schutzkerndecke 0,30 m
  • Außenwandstärke 0,40 m

Raumaufteilung (18 Räume)

  • 2 Schleusen
  • Lüfterraum 1 und 2
  • Filterraum 1 und 2
  • Netzersatzanlagen
  • Wasserversorgung
  • Wasserbevorratung
  • WC Damen und Herren
  • Aufsichtsraum (Bunkerwart)
  • Sanitätsraum 1 und 2
  • Lager 1 und 2
  • Notküche

NEA Netzersatzanlage

  • 1 Dieselgenerator vom Typ Klöckner-Humboldt-Deutz
  • Verbrauch 50 Liter/Stunde
  • Kraftstoffvorratsbehälter 27000 Liter
  • Ölvorratsbehälter 200 Liter
  • Vorrat reicht für 18 Tage bei 80% Netzbelastung

Filteranlage

Filter für chemische, biologische und radioaktive Schadstoffe

  • Hersteller Firma GEAG
  • Typ R10
  • Luftstrom pro Stunde 600 m³

Wasserversorgung

  • Warmwasseraufbereitung bis 85 C°
  • Entkeimung durch Filter und UV
  • Tiefbrunnen ca. 60 m tief
  • obere Sauggrenze 28 m
  • Wasserbevorratung 12 m³

Standort: Berlin / Germany

Eigentümer: unbekannt

Bauherr: Bundesgesetzes über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz

Fotograf: Denny Müller

Status: Leerstand nach Rückbau

Stand: 2018

Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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Tiefbunker Stresemannstrasse

Auf der Nord-Süd S-Bahn entstand 1937/38 unter der Saarlandstraße (heute Stresemannstraße) eine Bunkeranlage. Die S-Bahngleise liegen in diesem Streckenabschnitt sehr tief, da über dem S-Bahnschacht ursprünglich die Führung der U-Bahnlinie von Neukölln nach Moabit geplant war. Auch musste die S-Bahn die U-Bahnlinie A (heute U2) südlich des Potsdamer Platzes unterqueren.

Nachdem durch Planungsänderungen die vorgesehene U-Bahnlinie entfiel, konnte im freiliegenden Raum der Baugrube unter größter Geheimhaltung eine Bunkeranlage für den kommenden Krieg fertig gestellt werden. Noch heute ist die Luftschutztür vom südlichen Bahnsteigende des S-Bahnhofs Potsdamer Platz gut zu erkennen. Sie war für das Europahaus untergebrachte Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft gedacht und mit diesem durch einen unterirdischen Gang verbunden. Heute ist dieser Tunnel verschlossen. Zusätzlich zum Tunnel besteht ein Zustiegsschacht zum Nord-Süd-Tunnel als weiterer Fluchtweg. Die Anlage wurde im Sprachgebrauch der Reichsbahn auch als "Hängebunker" bezeichnet, da sie faktisch im Nord-Süd-Tunnel hängt. Nachdem 1943 das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft zerbomt wurde, stand der Bunker der Zivilbevölkerung zur Verfügung.

Nach dem Krieg geriet die Anlage in Vergessenheit und wurde erst nach der Übernahme der West-Berliner S-Bahnstrecken durch die BVG im Jahre 1985 wieder entdeckt. 1988 wurde der Bunker für die Zwecke des Zivilschutzes wieder hergerichtet. Die Bunkeranlage sollte maximal 538 Personen 10 Stunden lang Schutz vor chemischen, biologischen und radioaktiven Schadstoffen bieten. Der Bunker verfügt über eine Belüftungsanlage für Normal- und Schutzluft, sowie über einen handbetriebenen Notstromerzeuger. Santiäre Einrichtungen sind auf chemische Basis ebenfalls vorhanden. Die Wasserversorgung erfolgt ausschließlich über das Verbundnetz der Stadt. Heute ist die Anlage in privater Hand und wird für Events genutzt.


Standort: Berlin / Germany

Eigentümer: Privatbesitz

Fotograf: Denny Müller

Status: Nutzung

Stand: 2018

Quelle: Nord Süd S-Bahn im Untergrund

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Objekt 17/5005

"Schild und Schwert der Partei" nach sowjetischen Vorbild 1950 geschaffen, versteht sich das MfS Ministerium der Staatssicherheit) zum Schutz der Partei (SED). In den 70er Jahren hatte sich das MfS zu einem differenzierten Universalapparat entwickelt. Das Ministerium nahm eine Schlüsselrolle auf dem Gebiet des Schutzbauwesen ein und trug die federführende Verantwortung im Bereich Bewachung, Betreuung und Geheimhaltung der Anlagen des MfS, für den Komplex 5000 des Nationalen Verteidigungsrates (NVR) sowie der Waldsiedlung in Wandlitz. Die Führungsstelle des MfS beherbergte bei Biesenthal einen Atomschutzbunker. Im Spannungsfall sollte das Objekt 17/5005 den Minister Erich Mielke mit seinem Arbeitsstab Schutz bieten. Für 160 Personen sollten auf 2500m² Nutzfläche 24 Stunden autarkes Überleben möglich sein. Die Baukosten betrugen in etwa 120 Millionen Mark der DDR.

Der zweigeschossige Bunker wurde zwischen 1984 und 1988 als Ausweichführungsstelle des MfS errichtet. Die wesentliche Funktion des Objektes bestand darin, die Unterbringung und die Führungstätigkeit des Ministers und dessen Arbeitsstab aus einer geschützten Anlage zu garantieren. Im Falle der Landesverteidigung bot das Bauwerk vor konventionellen- und im begrenzten Maß an Atomwaffen Schutz. Die Gewährleistung einer standhaften, ununterbrochenen und gedeckten Führung der unter den zu erwartenden Bedingungen eines modernen Krieges machte es erforderlich, geschützte Führungsstellen für die Partei- und Staatsführung der DDR sowie der wichtigen Führungsorgane der Landesverteidigung auf zentraler Ebene zu schaffen.

Es kam nie zu einer offiziellen Übergabe des Bauwerkes nach seiner Fertigstellung 1988 , weil es immer wieder Probleme gab, die umfangreichen technischen Anlagen aufeinander abzustimmen. Bei Funktionsproben kam es häufig zu Ausfällen einzelner technischer Systeme und Anlagen, diese wurden auch nicht bis zur Wende (9.November 1989) behoben. Das 77 ha große Gelände teilt sich in zwei Bereiche auf, die Unterkunftszone und die 13 ha große Parkzone. Etwa 300 m von der Unterkunftszone führt die Autobahn A11 Berlin- Prenzlau vorbei und beherbergte im Wesentlichen das Wachgebäude am Haupteingang, das Heizhaus, fünf Unterkunftsgebäude, ein Wirtschaftsgebäude sowie einen großen Garagenkomplex. In der anschließenden Parkzone befand sich das Bunkerbauwerk, ein Antennenfeld, das vierstöckige Stabsgebäude, eine Garage und das Umschlagsgebäude mit dem in die Tiefe führenden Montageschacht. Stabsgebäude und Bunker waren durch ein 50 m langen Zugangstunnel miteinander verbunden. Die Parkzone umgab noch zusätzlich eine Hochspannungssicherungsanlage (HSA). Im Vorfeld der P-Zone befanden sich mehrere Kleinbunker des Typs FB 3.


Standort: Brandenburg / Germany

Eigentümer: BPK Biomasseverarbeitung GmbH Holzrecycling

Bauherr: Nationaler Verteidigungsrat (NVR) der DDR

Architekt: Projektierungsbüro Süd (PBS) in Dresden

Fotograf: Denny Müller

Status: verschlossen

Stand: 2018

Quelle: Bunker5005.com / Atombunker Kalter Krieg "PROGRAMM DELPHIN" - Das große Bunkerbuch/ Stefan Best: Geheime Bunkeranlagen der DDR. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02332-6./ Hans Werner Deim, Hans-Georg Kampe, Joachim Kampe, Wolfgang Schubert: Die militärische Sicherheit der DDR im Kalten Krieg. Inhalte, Strukturen, verbunkerte Führungsstellen, Anlagen. Meißler, Hönow 2008, ISBN 978-3-932566-80-6.

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Dönitz Bunker "Koralle"  Armee- und Divisionsgefechtsstände der GSSD

Das Objekt war zuerst als Marine-Nachrichtenschule gedacht und erhielt den Namen „Koralle“ erst später. Die Bauarbeiten begannen 1939 in einem stark bewaldeten Gebiet zwei Kilometer nordwestlich von Lobetal, nördlich von Bernau. Das Gelände gehörte ursprünglich zu den Hoffnungstaler Anstalten.

Der Dönitz-Bunker "Koralle" war Teil der Sendeeinrichtungen der deutschen Marine im Zweiten Weltkrieg. Aufgrund der immer größer werdenden Gefahr durch Fliegerbomben wurde beschlossen, die Führungszentrale des Oberkommandos der Kriegsmarine (OKM) aus Berlin in ein sichereres Gebiet zu verlegen. Am 30. Januar 1943 bezog es seinen Sitz im Lager Koralle. Wenig später wurde vor Ort auch die Hauptfunkstelle des Befehlshabers der U-Boote (BdU) eingerichtet. Damit liefen nun alle Nachrichtenverbindungen für den U-Boot-Krieg im bombensicheren Nachrichtenbunker der Station ein. Nach dem Vormarsch der Roten Armee und Einkesselung Berlins erging am 19. April 1945 der Befehl zur Verlegung in das Ausweichquartier Objekt Forelle bei Plön und acht Tage später nach Flensburg-Mürwik. Nach Kriegsende wurde ein Großteil der Anlage von sowjetischen Truppen gesprengt. Die Ruinen befinden sich noch an Ort und Stelle. Der Tiefbunker und Dönitz' Wohnhaus sind bis heute erhalten. Zur heutigen Zeit wurde der Bunker in ein Winterquartier für Fledermäuse umgestaltet. Finanziert wurde der Umbau, zu dem u. a. die Errichtung von Einflugschneisen und das Anbringen von Hohlblocksteinen gehört, von der Umweltstiftung „Euronatur" und dem Bundesumweltministerium.

Zur Person - Karl Dönitz Der 1891 in Berlin-Grünau geborene Karl Dönitz wurde 1910 Mitglied der Kaiserlichen Marine. Im Ersten Weltkrieg erhielt er mehrere Auszeichnungen. Während der Weimarer Republik machte Dönitz in der Reichsmarine Karriere und wurde 1928 zum Korvettenkapitän befördert. Ab 1935 wurde Dönitz mit dem Aufbau der neuen deutschen U-Boot- Waffe beauftragt und am 19. September 1939 zum Befehlshaber der Unterseeboote ernannt. Mit der von ihm entworfenen Taktik der U-Boot-Kriegsführung, alliierte Geleit- und Versorgungszüge in Rudeln anzugreifen, schadete er vor allem England, das stark auf den Nachschub über den Seeweg angewiesen war. Aufgrund seiner militärischen Verdienste ernannte Hitler Dönitz 31. Januar 1943 zum Großadmiral und Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine.

Nach dem Tod des »Führers« wurde Dönitz in den letzten Kriegstagen Reichspräsident und Oberbefehlshaber der Wehrmacht. In die Geschichte eingegangen ist Dönitz als derjenige, in dessen Auftrag Vertreter des Oberkommandos der Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation des Dritten Reichs unterzeichneten. Der internationale Gerichtshof in Nürnberg verurteilte Karl Dönitz zu zehn Jahren Haft in Berlin-Spandau. Nach seiner Haftzeit lebte Dönitz in Hamburg-Aumühle und starb dort am Weihnachtstag 1989.


Standort: Brandenburg / Germany

Eigentümer: Brandenburgische Boden Gesellschaft für Grundstücksverwaltung- und verwertung mbH

Bauherr: Marine- Standortbauamt

Fotograf: Denny Müller

Status: Leerstand

Stand: 2018

Quelle: Stefan Best "Geheime Bunkeranlagen der DDR" / Wikimedia Foundation Inc.

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