Kraftwerk Rummelsburg

Das mit seiner kathedralen Industriearchitektur Kraftwerk Rummelsburg wurde in Jahren 1906 bis 1929 erbaut und präsentiert sich heute als morbide Charme des Zerfalls als Eventlocation. Das Kraftwerk ging 1907 in Betrieb und wurde in zwei Ausbaustufen 1925-26 und 1926-29 von Hans Heinrich Müller erweitert.

Erstmals in der Geschichte der Berliner Stromerzeugung wurde ein Kraftwerk errichtet, das ausschließlich mit Dampfturbinen elektrischen Strom gewann. Leistungsfähige Turbinen verdrängten die Dampfmaschinen, die man bisher in Kraftwerken eingesetzt hatte. Die Kraftzentrale versorgte gemeinsam mit dem Kraftwerk Oberspree die östliche Hälfte Berlins. Das Kraftwerk wurde auf dem Wasserweg beliefert. Lastschiffe transportierten die Kohle bis zum spreeseitigen Lagerplatz. Zwei fahrbare Kohlenförderanlagen übernahmen die Beschickung des Kesselhauses. Dort waren Dampfkessel angeordnet, die über einen mittleren Kohlebunker aus Eisenfachwerk direkt mit Brennstoff beschickt wurden. Die Abgase wurden über vier mächtige Schornsteine abgeführt. Im Maschinenhaus wurde der Wasserdampf über die großen Turbinen geleitet. Im unteren Geschoss waren Kondensationsanlagen und Pumpen angeordnet. Zu den überlieferten Anlagen gehört der unterirdische Zu- und Ablaufkanal für Kühlwasser aus der Spree.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Kraftwerk Rummelsburg das erste in der kriegszerstörten Stadt, das wieder Strom in das Netz liefern konnte. Die Anlage wurde 1967 stillgelegt. Nach einem teilweisen Abriss 2000-01 verblieben Maschinenhaus und Betriebsgebäude. Die Schaltwarte im Kraftwerk Rummelsburg ist eines der ältesten erhaltenen Zeugnisse der Kraftwerkstechnik in Berlin. Das gut 44.000qm große Grundstück am Wasser liegt in einem Gewerbegebiet im Osten der Stadt. Bestimmend ist die zentral gelegene Maschinenhalle (2000qm) mit ihrer 16m hohen Decke aus Glas und Eisen. Sie bietet Raum für Großveranstaltungen mit bis zu 2500 Gästen.


Standort: Berlin / Germany

Architekt: Müller, Hans Heinrich, Dorow, A.

Bauherr: Berliner Elektrizitäts-Werke (BEW)

Fotograf: Denny Müller

Status: Teilnutzung

Quelle: Landesdenkmalamt Berlin, Vattenfall Bild - 1907

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