Hebammenlehranstalt

Zum 25 jährigen Regierungsjubiläum zu Ehren des Königs von Preußen Kaiser Wilhelm II. wurde 1913 in der Provinz Brandenburg eine Hebammenlehranstalt im Mariendorfer Weg geplant. Die Stadt Neukölln stellte hierfür das Grundstück zur Verfügung.

Im Jahr 1917 wurde das Krankenhaus mit 210 Betten für Mütter und 130 Säuglingsbetten eröffnet. Der Leiter dieser Lehranstalt war Professor Siegfried Hammerschlag, der seine Vorschläge mit in die Planung einbrachte. Schon 1923 wurde ein Säuglings- und Mütterheim angegliedert, aus dem die heutige Kinderklinik entstand.

Die seit 1927 umbenannte Landesfrauenklinik und später dann Frauenklinik zu Neukölln mit Entbindungshaus wurde 2005 zugunsten des Standorts Rudower Straße aufgegeben. Die Gebäude stehen teilweise unter Denkmalschutz. Der Vandalismus in diesem Objekt hatte ein drastisches Ausmaß angenommen und die Zukunft war ungewiss. Deutlich wurde dies durch ein Feuer im Oktober 2011, wobei fast 500 m² Dachstuhl den Flammen ausgesetzt war.

Seit 2005 ist der Betrieb in der früheren Frauenheilanstalt Neukölln eingestellt. Die wird nun seit einigen Monaten vorbereitet. Nachdem ein erster Investor nach dem Kauf des Objektes vom Vivantes-Konzern das 38.000 Quadratmeter große Areal hatte brachliegen lassen, verwandelt jetzt die Avila-Gruppe mit ihrer Tochtergesellschaft Petruswerk die frühere Gesundheitseinrichtung in ein hochwertiges Wohnquartier. Mehr als 600 Mietwohnungen sollen bis 2019 im Wohnpark St. Marien entstehen. Dafür werden der Verwaltungstrakt und der Klinikflügel grundsaniert und innen umgebaut. Auch die Direktorenvilla, die den Abschluss der Gebäudezeile am Mariendorfer Weg bildet und aus welcher der Klinikchef trockenen Fußes ins Bettenhaus gelangte, ist in den Umbau einbezogen.


Standort: Berlin / Germany

Eigentümer: Avila-Gruppe und die Tochtergesellschaft Petruswerk

Bauherr: unbekannt

Architekt:Theodor Goecke, Fassadenreliefs von Roch und Feuerhahn Architekt Ausführung: Blankenhorn, W. Lit-Kurzt

Fotograf: Denny Müller

Status: saniert

Stand: 2018

Quelle:Zentralblatt der Bauverwaltung 37 (1917) 535-536 Deutsche Bauzeitung 52 (1918) 58 Stelle: 253-256 Deutsche Bauzeitung 52 (1918) 60 Stelle: 262-264 Deutsche Bauzeitung 52 (1918) 62 Stelle: 273-276 Deutsche Bauzeitung 52 (1918) 64 Stelle: 281-284 Das Kind im Bereich der Schwangerschafts- und Geburtsmedizin. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, hrsg. v. Peter Saling u. Klaus Langner, Berlin 1995 Escher, Felix, Neukölln, Berlin 1988 Stelle: 67 Schmidt/Winz, Neukölln, 1967 Schultze, Neukölln, 1960 Stelle: 192, Christina V. Hintz / Jürgen Schneider (neukoellner-kultur.de) Landesarchiv Berlin / Denkmalliste

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