Wednesday, 24 May 2017

Badeparadies Blub

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Eine 120 Meter lange gläserne Wasserrutschbahn, die sich aus neun Meter Höhe spiralenförmig in ein glitzerndes Badebecken ergiesst, war einst eine von vielen Attraktionen des Britzer Badeparadieses. Inmitten eines Industriegebietes gelegen entstand 1985 eines der größten Wasserfreizeitanlagen von Berlin für etwa 45 Millionen D-Mark. Das BLub ("Berliner Luft- und Badeparadiblub1es) besaß eine Wasserfläche von 2100 qm² . Ein besonderer Anziehungspunkt waren auf dem knapp 35.000 qm² großen Spassbad das Wellen- und Brandungsbecken. Ausserdem zählten zu den Besonderheiten Kräuterdampfbäder und Saunen, Restaurant mit Bikini Bar, Whirlpools, ein Sportstudio und einen Außenschwimmbereich der Mitte der 1990er mit einer Gartenanlage, einem Wasserfall, sowie einer zweiten Rutsche ( "Crazy River" ) erweitert wurde. Im Laufe der Zeit geriet das Spassbad immer wieder in schlechter Kritik und die Besucherzahlen sanken drastisch. Am 09.12.2002 musste das Bad vorerst aus hygienischen Gründen durch die Gesundheitsbehörde schließen. Der Betreiber Dr. Harald Frisch suchte umgehend nach einen Investor für die Neugestaltung und der technischen Sanierung. Im Jahre 2005 kam es zur Insolvenz und das Areal wurde durch den Liegenschaftsfonds an die Wilmeroth Projektentwicklungsgesellschaft mbH (wip)  verkauft. Erhalten blieb nur die aufwendig erweiterte Saunalandschaft "Al Andalus". In den nachfolgenden Jahren kam es zum Verkauf an bayerische Investoren, welche Wohnhäuser bauen wollen. Am 30. April 2012 musste dann auch endgültig die Saunawelt schließen. Das Gelände ist seitdem dem Zerfall und dem Vandlismus freigegeben. Am 04.07.2013 wurde die Berliner Feuerwehr kurz nach 19.00 Uhr in die Buschkrugallee alarmiert.


Fotoaufnahmen: Denny Müller