Wednesday, 24 May 2017

Wachregiment „Feliks Dzierzynski" TüT Teupitz

E-Mail Drucken PDF

Das Wachregiment „Feliks Dzierzynski" war ein paramilitärischer Verband und Teil der Bewaffneten Organe der DDR. Es wurde im November 1954 gegründet und unterstand dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Benannt war es nach Felix Edmundowitsch Dserschinski, dem Gründer der sowjetrussischen Geheimpolizei Tscheka.

Das Anfang 1951 entstandene Wachbataillon A beim MfS war an der Niederschlagung des Aufstands vom 17. Juni 1953 beteiligt. Das Wachregiment als militärischer Arm des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR wurde dann im November 1954 aufgestellt. Der Stab war in Berlin-Adlershof untergebracht. Einheiten des Wachregiments sicherten unter anderem den Mauerbau in Berlin 1961. Im Jahr 1967 erhielt das Wachregiment den Namen Feliks Dzierzynski. Seit Mitte der 1980er Jahre unterstand das Wachregiment direkt der Arbeitsgruppe des Ministers Erich Mielke. Dem Wachregiment unterstanden 1989 mehr als 11.000 Mann. Es wurde nach der Wende in der DDR Anfang 1990 aufgelöst.

Die Aufgaben umfassten vor allem den militärisch-operativen Wach- und Sicherungsdienst (MOWSD) an Staats- und Parteieinrichtungen auf dem Gebiet Ost-Berlins und Umgebung. In den Bezirksstädten der DDR wurde dieser Auftrag von kleineren Wach- und Sicherungseinheiten (WSE) durchgeführt. Diese WSE hatten ihre Dienstobjekte üblicherweise auf dem Gelände der jeweiligen Bezirksverwaltung des MfS. Das Wachregiment bildete auch die operativ-militärische Reserve der Regierung zur Sicherung der öffentlichen Ordnung und der Regierung.

Am Truppenübungsplatz Teupitz (TÜT) gab es folgende Einrichtungen:         

Kaserne, Truppenübungsplatz, Schießplatz I für praktische Ausbildung, Schießplatz II für theoretische Ausbildung, Sturmbahn, Häuserkampfplatz I und II, Feldlager, „Tabaksee" für SPW-Schwimmübungen, Kfz-Lehrbahn mit Schulungsgebäude für SPW-Ausbildung, Turnhalle, Judohalle zur Kampfsportausbildung, Sportplatz, Munitionslager mit Hochspannungssicherungsanlage (HSA), Fuhrpark mit großen Hallen, Mobilmachungspark im Munitionslager, Unteroffiziersschule für Militärkraftfahrer und für Gruppenführer (GFAK), 1. und 2. GFAK für das Wachregiment, 3. GFAK für den Einsatz in den Wach- und Sicherungseinheiten der Bezirke. Unterbringung erfolgte in Baracken, Kultur- und Veranstaltungshaus,Medpunkt (Poliklinik), Verkaufsstelle (MHO), Speisesaal und Kasernenküche (Offiziere und Mannschaften getrennt), Kfz.-Gruppenführer-und Militärkraftfahrerschule


Fotoaufnahmen: Denny Müller

Zustand: zugänglich