Sunday, 28 May 2017

Dönitz Bunker "Koralle"

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Dönitz Bunker "Koralle" Armee- und Divisionsgefechtsstände der GSSD

Der Dönitz-Bunker "Koralle" war Teil der Sendeeinrichtungen der deutschen Marine im Zweiten Weltkrieg. 1943 richtete der Oberbefehlshabers der Wehrmachts-Marine Karl Dönitz dort sein Hauptquartier ein. Bei der Verlagerung des Kommandos nach Plön wurde die Anlage 1945 gesprengt. Durch die sowjetische Armee wurde der Bunker teilweise wieder auf- und umgebaut. Zur heutigen Zeit wurde der Bunker in ein Winterquartier für Fledermäuse umgestaltet. Finanziert wurde der Umbau, zu dem u. a. die Errichtung von Einflugschneisen und das Anbringen von Hohlblocksteinen gehört, von der Umweltstiftung „Euronatur" und dem Bundesumweltministerium.

Zur Person - Karl Dönitz

Der 1891 in Berlin-Grünau geborene Karl Dönitz wurde 1910 Mitglied der Kaiserlichen Marine. Im Ersten Weltkrieg erhielt er mehrere Auszeichnungen. Während der Weimarer Republik machte Dönitz in der Reichsmarine Karriere und wurde 1928 zum Korvettenkapitän befördert. Ab 1935 wurde Dönitz mit dem Aufbau der neuen deutschen U-Boot- Waffe beauftragt und am 19. September 1939 zum Befehlshaber der Unterseeboote ernannt. Mit der von ihm entworfenen Taktik der U-Boot-Kriegsführung, alliierte Geleit- und Versorgungszüge in Rudeln anzugreifen, schadete er vor allem England, das stark auf den Nachschub über den Seeweg angewiesen war. Aufgrund seiner militärischen Verdienste ernannte Hitler Dönitz 31. Januar 1943 zum Großadmiral und Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine. Nach dem Tod des »Führers« wurde Dönitz in den letzten Kriegstagen Reichspräsident und Oberbefehlshaber der Wehrmacht. In die Geschichte eingegangen ist Dönitz als derjenige, in dessen Auftrag Vertreter des Oberkommandos der Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation des Dritten Reichs unterzeichneten. Der internationale Gerichtshof in Nürnberg verurteilte Karl Dönitz zu zehn Jahren Haft in Berlin-Spandau. Nach seiner Haftzeit lebte Dönitz in Hamburg-Aumühle und starb dort am Weihnachtstag 1989.

Quelle: Stefan Best "Geheime Bunkeranlagen der DDR" / Wikipedi


Fotoaufnahmen: Denny Müller